27.08.2013

[DIVERSES] Produkttester - Realität oder Fake?

Die liebe Alexandra - von Aleksandrah' Blog - hat neulich über ein Thema berichtet, das in letzter Zeit immer öfter hervortritt.

Ehrliche Produkttester

Woran macht man das fest? Wer ist tatsächlich ehrlich beim Testen von Produkten?
Was nützt es einem ehrlich zu sein und was nicht? Was haben die Firmen davon?

Fragen über Fragen.

Alexandra hat eine Art Kodex entwickelt und erstellt, der als Richtlinie dienen soll und kann.
Natürlich ist es jedem selbst überlassen, wie die Dinge gehandhabt werden, aber einige Dinge - so finde ich - gehören einfach zum guten Ton.

Den Kodex könnt ihr HIER einsehen und euch mal in Ruhe durchlesen. Ebenso ihren Beitrag zum Thema.

Wann gilt man als glaubwürig und ehrlich und wann nicht?
Kann man pauschal wahrscheinlich eher schlecht beantworten, denn es kommt ja auch immer darauf an, WER die Beiträge liest. Empfindet ja auch jeder wieder anders.

Warum machen wir Blogger uns überhaupt die Mühe Sachen zu testen und berichten anschließend auch noch darüber?
Ja, auch da gehen die Meinungen wahrscheinlich auseinander.
Die Einen möchten einfach neue Dinge ausprobieren und das Ergebnis das mitteilen. Die Mitmenschen vielleicht vor Fehlkäufen o.ä. bewahren. Solche Berichte haben mir schon oft geholfen und ich hab bestimmt viel Geld gespart. Danke an dieser Stelle :)

Die Anderen widerum möchten vielleicht ihr Aufmerksamkeitsdefizit damit ausgleichen (Ja, da zähle ich mich mit Sicherheit auch dazu, sonst müsste ich meine Beiträge nicht ins Internet stellen, sondern würde ein verschlossenes Tagebuch führen, das dann unter meinem Kopfkissen wohnt).

Dann gibts natürlich auch Leute, die sich kostenlose Produkte davon versprechen, am Besten ein Abo auf Lebenszeit, dass immer z.B. ein kostenloses Shampoo schickt - und zwar GENAU dann, wenn das alte in der Dusche gerade leer ging. ~Ironieaus~

Es gibt auch Menschen, die es als ihr Hobby ansehen, die ihrer kreativen Ader dadurch freien Lauf lassen und sich Gehör verschaffen, denn man verfasst Texte, man schießt Fotos, bearbeitet diese etc.

Und es gibt diejenigen, die sich dafür bezahlen lassen. Nicht falsch verstehen. Es gibt verschiedene Sichtweisen in Sachen 'Bezahlung'.
Das eine ist die Bezahlung im Sinne von Wertschätzung.
Die Blogger investieren Zeit, Mühe, Liebe und manchmal auch Geld in Posts bzw. den Blog. Das möchte man in gewissem Maß auch wertgeschätzt haben. Nicht verwerflich. Sogar nachvollziehbar.

Manche Blogger sind zufrieden, wenn sie z.B. die Testprodukte gesponsort bekommen und sehen dies als eine Art Bezahlung an. Andere widerum möchten lieber Cash sehen. Einen kleinen Unkostenbeitrag. Man wird davon wahrscheinlich nicht reich und man kann deswegen definitv kein Gewerbe anmelden.

Und dann gibts da noch die Blogger, die sich 'verkaufen'. Sie erhalten von Firmen z.B. vorgefertigte Texte, deklarieren diese aber nicht als solche und verkaufen das den Lesern dann als Produkttest und die ehrliche Meinung über das Produkt. Dabei ist es nichts anderes als gekaufte Werbung.
Das zu testende oder 'getestete' Produkt wird dann in OVP bei Ebay versteigert oder sonstwo verkauft.
Der Wahnsinn, dass die Leute sich stets eine Meinung zu etwas bilden können, ohne die Sache auch nur einmal näher begutachtet zu haben oder gar ausprobiert zu haben. Ach, wo denk ich hin, eine Ani-Falten-Creme wirkt natürlich supertoll, weil ja aussen auf der Packung steht 'Spitzenergebnisse', also MUSS dass so sein, dann probier ich die gar nicht, sondern sag einfach, dass die bombenmäßig ist!
Ob es den Firmen durch die Zusendung der 'Testpakete' tatsächlich immer um das Produkt geht oder die Verlinkungen etc. sei mal dahingestellt.
Aber dass man dann nicht mit offenen Karten spielt, das ist nicht okay.
Klar, die Blogger freuen sich nen Ast wegen der Produkte und der Bezahlung, aber es ist trotzdem nicht in Ordnung und unehrlich.
Der Grat zwischen 'gekaufter Meinung' und 'ich bekomme die Sachen zum Dank kostenlos' ist natürlich mehr als schmal, das ist mir bewusst.

Wie seht ihr die Sache denn?
Ich will jetzt keinen angreifen oder verurteilen, aber das sind doch Sachen, da kann man mal drüber sprechen oder?
Freu mich auf eure Meinung!

Kommentare:

  1. Ich blogge, weil es mir Spaß macht zu schreiben und neue Produkte auszuprobieren. Alles andere macht mich sehr traurig was so mit Testprodukten passiert. Und es macht mich sauer, dass Texte von mir kopiert werden, obwohl Textdiebstahl nicht erlaubt ist. Wenn jemand eine Bewertung beim Hersteller abgibt und meine Bewertung aus einem Testbericht 1:1 übernommen hat, weil derjenige aus Zeitmangel und weil meine Bewertung sich mit ihrer Meinung angeblich decken würde, schnell mal kopiert hat.
    Und dann diejenigen, die auch noch auf Ebay Testprodukte verticken.
    Es ist gut so einen Kodex zu schreiben, aber er wird wenig helfen, denn es gibt mittlerweile zu viele schwarze Schafe ;-( LG

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    1. Ja, die Leute werden immer dreister. Es geht nur noch um den eigenen Vorteil, aber das ist leider nicht nur in der Bloggerwelt so. Auch im Offline-Leben begegne ich immer wieder solchen Leuten.
      Dass sich die Leute nicht daran halten werden, ist klar, man kann ja auch keinen zwingen, aber mal Stellung zu beziehen finde ich schon in Ordnung.
      Man kann ja auch für sich selbst aussortieren. Ich folge z.B auch keinen Blogs die nur 3-Zeiler-Bewertungen abgeben. Eine Bewertung umfasst meiner Meinung nach mehr als 20 Wörter.
      Aber da sind wir uns ja einig denke ich (:

      LG

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  2. ein sehr schönes thema, den codex werden wir auch auf unserer bloggerlounge entwickeln. die idee stammt damals von einer bekannten die in der PR branche tätig ist :)
    ich finde das sehr wichtig damit auch die leser erkennen, dass man sich zusammenschließt und ehrlich ist.
    ich habe einen solchen codex auch schon auf einem reiseblog gesehen, find ich immer wieder gut :) liebe gruesse!

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    1. Richtig. Ist auf jeden Fall wichtig. Und der Zusammenhalt zählt mit unter zu den wichtigsten Eigenschaften.
      Bin schon auf das Ergebnis von eurem Treffen gespannt.

      Gruß zurück!

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  3. Schwieriges Thema...
    Ich bin ja jetzt keine reine Produkttesterin, werde aber auch in regelmäßigen Abständen mal gefragt, ob ich einen Shop/ ein Produkt aus dem Shop testen möchte, sagt mir die Auswahl zu, teste ich gerne. Ich lasse mir allerdings keine Bedingungen aufs Auge drücken. Ich hatte mal eine Koop mit einem Onlineshop, welcher mich nach Veröffentlichung bat, alles was auf ein gesponsertes Produkt hinweist zu löschen. "Wenn du zufrieden bist und auch so bestellt hättest, wäre das ja keine Unehrlichkeit den Lesern gegenüber."
    Das fand ich echt dreist und habe es nicht gemacht, werde wohl aber eher keine Kooperation mit diesem Shop mehr haben. Allerdings haben in dem gleichen Zeitraum 3 andere Blogs denen ich folge über jenen Shop geschrieben, ohne nur einen Mucks bezüglich des Sponsorings zu machen und die Mädels hatten teilweise richtig viele Leser.
    Denen bin ich entfolgt, weil ich mich da als Leserin belogen fühle.

    Natürlich bekommt man mal Produkte, die einem selbst nicht gefallen, wie z.B. einen Duft, den ich testen durfte. Ich versuche trotzdem das Produkt so objektiv wie möglich zu beschreiben und vorzustellen. Ein Duft ist nunmal sehr speziell, auf Pflege kann man immer allergisch reagieren. kann ja der Shop nix für, warum also ganz doll über ein Produkt schimpfen?! Ehrlichkeit muss einfach sein!

    Besonders schräg sind auch die Bloggerinnen, welche einen Zweizeiler schreiben, so nach dem Motto: "Firma XY hat mir gestern Produkt 123 zum testen geschickt. Das Produkt ist so super klasse, weil es das umsonst gab." Alles schon gelesen :D

    Liebe Grüße :)

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    1. Ja, also ich finde auch, dass nichts von vornherein 'klar' sein sollte. Also man sollte nicht schon vor dem Test wissen, dass das Produkt spitze ist. Sprich Absprachen sind nicht okay, wenn sie nicht zu erkennen sind.
      Eine Bewertung kann ja trotzdem gut ausfallen, wenn das Produkt gut ist. Wenn nicht sollten die Firmen die Kritik eher für sich nutzen und etwas verbessern.
      Und ja, die Kurzberichte finde ich auch immer 'nett' ;)

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  4. MMh ja leidiges Thema. Ich denke man merkt es bereits am Schreiben auf den Blogs wer die Sache ernsthaft durchdacht hat.

    Ich bin jemand der immer vorher online nochmal nach Reviews sucht. Ich kaufe eigentlich nichts ohne nicht ein paar Meinungen dazu eingeholt zu haben. Aber oft fand ich da nicht sehr vielsagende Berichte - meistens stand dann nur drin: Ja ist toll - kostet das und das - danke das ich testen durfte. O.o .. ööhm ja, tolle Info - Danke. Sagt mir nix und bringt mir nix. Das will doch auch keiner lesen, wenn er sich online nach Produktbewertungen umsieht, oder?

    Da ich immer schon sehr schnell war im kaufen von neuen Sachen wurde ich auch öfters gefragt - wie ich das oder das finde. Irgendwann ging das dann soweit dass sie mich sogar auf ihre Shoppingtouren als Beraterin mitgeschleift haben und ich dann die Entscheidung getroffen habe. Das kann ich heute super mit dem Blog abdecken - wenn ich da was Neues finde oder etwas gut finde dann schreibe ich das - alle können es lesen (nicht nur meine Freunde) und ich kann damit auch denen helfen, die sich in Ihrer Entscheidung noch nicht sicher sind.

    Ein bisschen Mut gehört dazu - ich hatte vor kurzem z.B. einen Test mit einem Vitalgetränkt ... üüürgs kann ich da nur sagen ... aber ich habe getestet - auf das andere nicht leiden müssen wie ich ;D

    Was die bezahlten Posts angeht: Das höre ich immer wieder. Erst vor kurzem wurde das einer Youtuberin wieder unterstellt, dass sie gekauft wäre. Ich fand sie aber immer authentisch und glaube das sind oft nur Neider, die dann alles schlecht machen müssen. Klar gehen in der Branche auch Bezahlungen mit den Tests einher - aber das betrifft nicht die Meinung sondern die Arbeit. Man sitzt da zwei Stunden an einem Beitrag für ein Produkt dass ich mir vielleicht ohne den Produkttest nie angesehen hätte. Wenn hierfür eine Entschädigung gezahlt wird ist das in Ordnung. Oftmals ist aber direkt das Produkt die Entschädigung für den Aufwand - was auch vollkommen ok ist.

    Aber auch damit kann sich bei mir keine Firma meine Meinung erkaufen - wenn das Produkt schlecht ist ist es schlecht. Und vor allem erwarten es fast alle Firmen, dass man das auch kund tut. Gerade bei Produkten die ganz neu sind hilft das ungemein bei der Entwicklung weiter und die zweite Generation wird entsprechend überarbeitet. Bei vielen Tests wo mir negatives aufgefallen ist halte ich auch oft noch Kontakt mit der Firma - wenn das Produkt überarbeitet wurde probiere ich nochmal, ob es nun auch wirklich anders ist - Konsistenz, Duft, Wirkung etc. oder es eben nur aussen draufsteht.

    Außerdem muss der Artikel aufgrund des UWG einen klaren Hinweis enthalten, dass es sich um einen kostenlosen Test gehandelt hat. Ich gebe es also auch immer an in den Tags, wenn es einer war.

    Bei mir macht es oft die Mischung - ich lese immer mehrere Meinungen zu einem Produkt - schaue was gut und was schlecht bewertet wurde und bilde mir dann aus der Summe meine Meinung. Das ist oftmals sehr effektiv und deckt "gekaufte Blogger" sehr schnell auf :)

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    1. Ich stimme dir in allen Punkten zu. Und auch, dass du dir dann mehrere Meinungen einholst, finde ich super.
      Letzten Endes muss jeder für sich selbst entscheiden wem er glaubt un wem nicht. Und letzten Endes muss jeder Blogger sich noch im Spiegel anschauen können. Oder eben nicht ;)

      Danke für deine Meinung.

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